Eigentlich wollte er Bauingenieur werden, Brückenbau zum Beispiel hätte ihn interessiert. Aber nach dem Vordiplom, absolviert an der Universität in Darmstadt, besuchte der gebürtige Aschaffenburger Joachim Nees eine Ausstellung über Industriedesign. Inhalte und dargestellte Exponate beeindruckten ihn nachhaltig – und führten zum Wechsel des Studienfaches. Er immatrikulierte sich im Studiengang Industrie-Design und führte das Studium erfolgreich zu Ende.

Was interessiert Joachim Nees am Gestalten? Er legt Wert auf Qualität – in der Formgebung wie den Materialien. „Und es macht Freude, wenn eine gelungene Funktion wie ein Aha-Effekt ein Möbel inhaltlich ergänzt“, so Joachim Nees.

Das viel beanspruchte Zitat „form follows function“ hat Joachim Nees nach seinem Studium verinnerlicht – es gilt ihm noch heute als Credo. Er will nicht ‚ins Blaue’ hinein entwickeln, er will die Bedürfnisse des Menschen in Möbel umsetzen. Dabei geht er unverkrampft und sehr offen an Ideen heran – seine Neugier hilft ihm dabei.

Im Focus hat Joachim Nees immer den Kunde, der und nur der steht im Mittelpunkt seines Schaffens – der Mensch also ist das Maß, nicht nur das Ergonomische.